logo media mixerWien, 26. Mai 2014 – Video-Clips zu teilen und an ihrer weiteren Nutzung fair zu verdienen, ist bei intelligenter Nutzung semantischer Technologien möglich. Das zeigt ein europaweites Projekt unter Koordination der MODUL University Vienna.

Dieser gelang es, Vertreter der europäischen Medienindustrie mit dem Ziel zu vereinen, semantische Technologien gemeinsam zu nutzen, weiterzuentwickeln und zu etablieren. Das jetzt finalisierte Projekt demonstriert die Möglichkeiten eines auf semantischer Webtechnologie beruhenden Marktes vor allem an konkreten Erfolgsbeispielen. Neben einer Aufbereitung von E-Learning Videos erfolgte auch eine Integration in das Dashboard von webLyzard, einer führenden europäischen Web Intelligence Plattform. 

Digitale Medien wie Fotos, Songs und Videos sind Big-Business. Doch gerade im Video-Bereich sind die Nutzungsmöglichkeiten bei weitem noch nicht ausgereizt. Im Gegensatz zu Bildern und Songs können bei Videos ja bereits Ausschnitte hilfreich und wertvoll sein. Kreativ zusammengefügt, oder eingebettet in neue Inhalte, können sie die Notwendigkeit für teure Neuproduktionen reduzieren und den Inhabern der Nutzungsrechte eine neue Einkommensquelle schaffen. Doch was in der Theorie so gut und lukrativ klingt, scheitert in der Praxis an der Umsetzung innovativer Technologien durch die Industrie, uneinheitlichen Standards und offenen Fragen zum Management der Rechte. Für den gemeinsamen EU-Markt hat sich die MODUL University Vienna als Koordinator eines internationalen Projektes diesem Problem angenommen – und beeindruckend gezeigt, wie es geht. 

 

MEHRWERT MIT MEDIAMIXER

Tatsächlich gelang es dem Team des dortigen Instituts für Neue Medientechnologie, zahlreiche Key-Player der europäischen Medienindustrie in das Projekt "MediaMixer" zu integrieren. Neben Produzenten von digitalen Videos gehörten dazu auch die Anbieter und Händler. Zu diesem Community-Building meint Dr. Lyndon Nixon, Projektkoordinator und Forscher am Institut für Neue Medientechnologie: "Eine kritische Masse von Akteuren der europäischen Medienindustrie zu gewinnen, war uns sehr wichtig. So haben wir mit Foren, Webinaren und Branchentreffen für einen konstruktiven Austausch der Branche gesorgt, der auch nach dem jetzigen Auslaufen des Projekts Bestand haben wird. Nur so werden sich die notwendigen Technologien im heterogenen europäischen Markt durchsetzen."

Die wesentlichen Technologien dienten dabei der Fragmentierung und Annotierung von Videosequenzen. Denn tatsächlich machen diese erst den Inhalt einzelner Videosequenzen für Suchmaschinen und -funktionen erfassbar – und schaffen damit die wichtigste Vorrausetzung für Wertschöpfung im digitalen Markt.

Wie das funktionieren kann, zeigte das Team dabei anhand des E-Learning Anbieters VideoLectures.NET. Hier sind über 15.000 Lernvideos von Universitäten und Konferenzen verfügbar. Die meisten sind 1 – 1,5 Stunden lang und reich bestückt mit Slides und Text. Das Problem ist es, jene Sequenzen zu entdecken, die für einen persönlich wirklich relevant sind. Hierbei kamen Technologien zum Einsatz, die Sprache, Gesichter und sogar inhaltliche Konzepte automatisch erfassen konnten und so die Videofragmente definierten. Dann wurden führende semantische Technologien verwendet, die Fragmente annotieren und somit der Schlagwortsuche überhaupt zugänglich machen.

In Zusammenarbeit mit dem österreichischen Technologie-Startup webLyzard technology kommen diese Möglichkeiten nun auch bei YouTube-Videos zur Anwendung. Dazu meint Prof. Arno Scharl, Leiter des Instituts für Neue Medientechnologie und Geschäftsführer von webLyzard technology: "Hier werden neuartige semantische Technologien eingesetzt, um inhaltliche Ähnlichkeiten zwischen Suchbergriffen und Annotationen zu erkennen. Der User erhält relevante Suchergebnisse, selbst wenn die Suchbegriffe nicht 1:1 den Annotationen entsprechen. Die Fähigkeit, nunmehr auch multimediale Inhalte präzise und in Echtzeit zu verarbeiten, wird künftig eine zentrale Rolle in unserer Web Intelligence Plattform spielen".

Genau dafür schuf das Team den Prototypen einer eigenen Suchfunktion. Diese erkennt kurze Sequenzen in YouTube Videos und listet sie strukturiert als Suchergebnisse auf (und kann eine Übersicht der Kerninhalte auf Wunsch auch visuell darstellen). Anstatt sich also durch oft sehr lange Gesamtvideos zu quälen, kann der User nun in Sekundenbruchteilen auf die relevantesten Videosequenzen zugreifen. 

 

ALLEN RECHT GEMACHT

"Doch MediaMixer war nicht nur ein technisches Entwicklungsprojekt", wie Dr. Nixon ausführt. "Wir sind die zukünftige Nutzung von Videos viel ganzheitlicher angegangen. Neben den eigentlichen Technologien wurden daher im Rahmen des Projektes auch Abläufe zum Management solcher Fragmente entwickelt. Und – ganz besonders wichtig – auch das Management von Copyright-Rechten für Videosequenzen wurde konzeptioniert."

Und tatsächlich ist es diese umfassende Thematisierung, die zu großem Interesse an MediaMixer in der europaweiten Medienindustrie führt. MediaMixer wurde damit als erste und grundlegende Plattform akzeptiert, die Key-Player, innovative Technologien und Erfolgsbeispiele zusammenbringt – und damit die Zukunft eines erweiterten Marktes für digitale Videos in der EU einläutet. 

 

MediaMixer in 69 Sekunden:

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Weiterführende Information 
EU-Forschungsprojekt MediaMixer: www.mediamixer.eu 
MediaMixer Community Plattform: http://community.mediamixer.eu 
Institut für Neue Medientechnologie: www.modul.ac.at/nmt  
webLyzard Dashboard Integration: www.weblyzard.com/video 

 

Über MediaMixer 

Das Projekt wurde unter der Nummer FP7-318101 aus dem 7. Rahmenprogramm der EU gefördert. Die Partner des MediaMixers waren: MODUL University Vienna, Österreich, Centre for Research & Technology, Hellas - CERTH, Griechenland, Condat AG, Deutschland, EURECOM, Frankreich, Universitat de Lleida, Spanien, Acuity Unlimited, Großbritannien, und das Jožef Stefan Institute, Slowenien. 

 

Über die MODUL University Vienna (Stand Mai 2014) 

Die MODUL University Vienna, die internationale Privatuniversität der Wirtschaftskammer Wien, bietet Studienprogramme (BBA, BSc, MSc, MBA und PhD Programme) aus den Bereichen Internationale Wirtschaft und Management, Neue Medientechnologie, öffentliche Verwaltung und nachhaltige Entwicklung sowie Tourismus und Hospitality Management an. Die Studienprogramme erfüllen strenge Akkreditierungsrichtlinien und werden aufgrund der internationalen Ausrichtung in Englisch abgehalten. Der Campus der Universität befindet sich am Kahlenberg im 19. Wiener Gemeindebezirk. Das Forschungsprogramm des Instituts für Neue Medientechnologie beschäftigt sich mit der Auswirkung von Online-Medien und sozialen Netzwerkplattformen auf Stakeholder-Kommunikation und öffentliche Meinungsbildungsprozesse und wie mittels semantischer Technologien solche Prozesse erfasst, analysiert und visualisiert werden können. 

 

Kontakt:
Dr. Lyndon Nixon
MODUL University Vienna
Institut für Neue Medientechnologie
Am Kahlenberg 1
1190 Wien
T: +43 1 320 3555 - 520
E: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.  
W: http://www.modul.ac.at/ 

 

Redaktion & Aussendung: 
PR&D – Public Relations für Forschung & Bildung
Mariannengasse 8
1090 Wien
T: +43 1 505 70 44
W: http://www.prd.at 

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