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10.000 Österreicherinnen und Österreicher unterstützen die Freigabe des Fotografengewerbes, wie sie mit der Gesetzesvorlage des Wirtschaftsministers Mitterlehner inzwischen unverändert den Ministerrat verlassen hat. Mehr als die Hälfte der betroffenen Fotografen (Berufs-, Meister- und Pressefotografen) sind seit vielen Jahren für die längst fällige Freigabe dieses ungefährlichen Kreativberufes. 

Und dennoch: Konrad STEINDL (ÖVP) und Christoph MATZNETTER (SPÖ), die Spitzen der Koalitionsparteien im Wirtschaftsausschuss, beschließen, noch bevor die Vorlage im Wirtschaftsausschuss behandelt wird, dass es zu keiner Freigabe kommen wird. Geht es nach den beiden Herren, bleibt alles wie es ist, wie auch bisher soll es nach 5 Jahren Berufserfahrung möglich sein, das Gewerbe legal anzumelden. So steht es aber bereits jetzt in Punkt 3 der Zugangsvoraussetzungen für das Gewerbe des Berufsfotografen. Nach Meinung des Verwaltungsrechtsexperten, Rechtsanwalt Mag. Thomas Loos, wollen Steindl und Matznetter eine Mogelpackung verkaufen: Wer durch fünfjährige Berufserfahrung (gleich welcher Art) alle erforderlichen Kenntnisse erworben hat, hat auch bereits heute freien Zugang zum Gewerbe, so die Ansicht des Europäischen Gerichtshofs. Die Änderung wäre also nur eine Änderung zum Schein, um aufmüpfige Pressefotografen ruhig zu stellen.

Demnach werden auch weiterhin junge österreichische Kreative gezwungen sein, den Fotografenberuf illegal auszuüben und für diesen Zeitraum der ständigen Bedrohung von Anzeigen und Unterlassungsaufforderungen ausgesetzt sein. Die meisten kreativen Gewerbe wie Grafiker und Filmproduktion sind frei, bei den Fotografen geht es der Innung ausschließlich um den Schutz einer längst nicht mehr wettbewerbsfähigen Minderheit, um Behinderung von Qualitätsentwicklung durch kreative Newcomer, und damit auch um die Auswahlbeschränkung der Konsumenten. Auch weiterhin soll es die qualitativ inzwischen völlig wertlose Meisterprüfung geben, und Lehrlinge dürften nur von jenen ausgebildet werden, die zwar den Titel 'Fotografenmeister' führen, aber in den seltensten Fällen auch tatsächlich Meisterfotografen sind. Steindl und Matznetter verkaufen diesen 'Vorschlag' als Liberalisierung des Gewerbes und treten damit als Wirtschaftsverhinderer ersten Ranges auf.

Österreich ist eines der letzten Länder weltweit, wo die Kreativen an der selbstständigen Berufsausübung derart stark behindert werden, wir sind wohl das letzte Land der EU, in der es Kämmerer immer wieder schaffen, entgegen vernünftiger Gesetzesentwürfe von Experten und entgegen jede Vernunft, hochqualifizierte Fotografinnen und Fotografen vom Gewerbe fernzuhalten, um so die Konkurrenz für eine längst überholte Kaste klein zu halten. Dass sich viele der sogenannten 'Meisterfotografen' vor der Öffnung fürchten, ist leicht erklärt: Die Qualität in den Auslagen der diversen Portraitisten lässt oft zu wünschen übrig und auch der die Abhaltung von ‚Meisterkursen‘ ist eine wichtige Einnahmequelle, da werden bis zu € 15.000,- für Schnellsiederkurse verlangt.

23 Lehrlinge haben diesen Lehrberuf aktuell in ganz Österreich begonnen. Der Handel - ein FREIES Gewerbe - bildet österreichweit mehr als 18.600 Lehrlinge aus. Das Ende der Lehrlingsausbildung in Bereich der Fotografie ist dennoch eines der Hauptargumente der Öffnungsgegner und das, obwohl laut AMS aktuell genau 2 Lehrstellen für Fotografen in ganz Österreich angeboten werden.

Im Zusammenhang mit bevorstehenden weiteren Änderungen der Gewerbeordnung ist dieser Deal der Wirtschaftssprecher der Großparteien höchst bedenklich. Mit dem Versuch, den Gesetzesantrag zu verhindern, stellen sich Matznetter und Steindl eindeutig gegen den Willen der Regierung, gegen die Opposition und auch gegen den Willen von bisher ca. 10.000 Unterstützerinnen und Unterstützern der Novelle.

www.freiefotografie.at 

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Zur einfacheren Kommunikation haben wir eine offene Facebooksite eingerichtet, wo wir informieren und jeder gerne seine Meinung mitteilen kann: 

 

Aussender und Kontakt:
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Web: www.lisi.at

Kommentare  

 
0 #7 Dieter 2012-06-21 08:26
Die Sache ist doch ganz einfach! Die alteingesessene n "Fotografen-Mei ster", die oft gar nicht meisterlich fotografieren, fürchten die junge, kreative Konkurenz, wie der Teufel das Weihwasser! Viele freie Fotografen und Pressefotografe n, sind einfach besser als die alten "Meister"! Das ist ein Fakt! Andererseits, würde wie in Deutschland, der Beruf eine neue Blüte erleben (inklusiver mehr Lehrlinge), wenn neue, kreative und ambitionierte Spieler am Markt erscheinen. Die Betonschädeln in den Kammern, mögen sich noch so sehr wehren, an einer Liberalisierung des Marktes, führt kein Weg vorbei! :lol:
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+3 #6 Andreas 2012-06-20 12:13
Sehr geehrter Herr Norbert,
Sie haben offenbar die Argumentation der Liberalisierung sbefürworter nicht ansatzweise verstanden oder wollen sie nicht verstehen. Ihr Vergleich mit der Chirurgie ist an den Haaren herbeigezogen und entbehrt jeder vernünftigen Vergleichsgrund lage. Dass Sie die Angelegenheit dann auch noch ins Lächerliche ziehen und Ihre Ausführungen von Vorurteilen nur so strotzen, zeugt auch nicht gerade von Durchblick. Kein ernst zu nehmender Mensch wird einfach so nach einem Wochenendkurs ein Fotografengewer be anmelden wollen. Es geht hier um eine gar nicht so kleine Gruppe von Menschen, die - autodidaktisch oder in einer Ausbildung - fundierte fotografische Kenntnisse und Fähigkeiten erworben haben. Oft über Jahre hinweg. Es geht hier um Menschen, die fotografieren können, das aber nicht als Leistung verkaufen dürfen. Ich verstehe z.B. nicht, warum ich meine als Pressefotograf gemachten Bilder von Sportveranstalt ungen nicht auch an die Privatpersonen verkaufen darf?
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0 #5 Gerhard Hintringer 2012-06-20 12:05
zitiere norbert:
also warum soll mensch eine solide fotografenausbildung machen, wo doch heute jede digitalkamera eh alles kann und alle so super kreativ sind. vor allem diejenigen mit der kreativen brille und dem kreativen haarschnitt. nieder mit den gelernten und aufwärts mit den hirnis bei welchen die einbildung und egozentrik das größte kapital ist.
in memoriam h.p. heinzl
na dann, gute nacht österreich

Eine Digitalkamera kann Fotos machen ... aber keine Bildkomposition , Lichtführung, richtiges Führen der Modelle und die Ausführung der Aufträge genau nach Wunsch der Kunden ...
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+2 #4 Sebastian 2012-06-19 16:26
ob jetzt meisterfotograf oder "kreativer"-jed er soll doch so gut wie er kann fotografieren. ABER das Wichtige ist, dass der Markt FREI entscheiden kann! und das kann NUR durch die komplette liberalisierung des Fotografengewer be gesichert werden!

Und Chirurgen mit Fotografen zu vergleichen ist ein bissl...naja... ^^
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+3 #3 robert 2012-06-19 16:21
#norbert

...vor was haben Sie Angst?

Und manche "Kreative" machen die besseren Bilder als die sogenannten Meister.

Eben, weil sie Kreativ sind, im Gegensatz zu vielen "Meisterfotografen".

Bei manchen Fotostudios treibt es einem die "Schamesröte" in's Gesicht wenn man die Bilder anschaut.

Auch davor braucht es "Schutz"!

P.s. ..bitte keine Vergleiche mit Chirurgen, das wirkt "kindisch"!
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+6 #2 Gerhard Hintringer 2012-06-19 09:58
Da sollte man schon einen Unterschied sehen. Ich kenne so viele Pressefotografe n die international angesehen sind und BESTES Handwerk liefern.
Und leider auch so manchen Meisterfotograf en, der noch in der Steinzeit lebt.
Nur wer Qualität liefert kann sich auch nach einer Freigabe am Markt halten. Das ist auf der ganzen Welt so. Und Österreich ist in der EU das einzige Land mit einer so altertümlichen Zugangsbeschrän kung zur Fotografie.
Auch der Markt der Werbe- und Modefotografen wird dadurch nicht aufgemischt, denn gerade DA werden die Fotografen nach bisherigen Qualitätsarbeit en ausgesucht.
Nur wer sich bildet wird auch Erfolg haben - ob das die Meisterprüfung, die Grafische oder andere gute Bildungseinrich tungen sind, ist dabei Nebensache!
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-10 #1 norbert 2012-06-19 09:45
am besten ist alles freizugeben. ein wochenendkurs und eine einstellung à la "meine nichte/neffe (beide geschlechter um politisch korrekt zu bleiben) können das auch. würden sie sich von einem chirurgen der nur einen wochenendkurs absolviert hat operieren lassen? das beispiel ist ein bißchen extrem? nun nicht ganz, denn in österreich gilt auch ein wochenendkurs als pädagogische ausbildung, welche befähigt mit säuglingen, kleinkindern und kindern zu arbeiten. also warum soll mensch eine solide fotografenausbi ldung machen, wo doch heute jede digitalkamera eh alles kann und alle so super kreativ sind. vor allem diejenigen mit der kreativen brille und dem kreativen haarschnitt. nieder mit den gelernten und aufwärts mit den hirnis bei welchen die einbildung und egozentrik das größte kapital ist.
in memoriam h.p. heinzl
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